GNOME

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„Niemand überlistet einen Gnom, basta!“ – Gnomische Lebensweisheit

Geschichte

Wie so vieles ist auch die Geschichte der Gnome aus der Zeit vor dem Nebel des Todes in Vergessenheit geraten. Vereinzelt gibt es Legenden, die besagen, dass die eigentliche Heimat der Gnome im Südosten, weit hinter den Grenzen des Nebels, liegt, doch heutzutage findet man sie vor allem im Süden Amarlias.

Es waren die Gnome, die – gemeinsam mit den loyalen Rhultak – die Hauptstadt des Südens, Mellbinga, vor vierhundert Jahren gegründet und aufgebaut haben. Auch heute noch stellen sie selbst den Großteil der Bevölkerung in der Stadt.

Seit je her versuchen die Gnome mit ihrer Umwelt im Einklang zu leben, denn wie keine andere Rasse haben sie die Ereignisse um die Ankunft des Nebels als ein Zeichen gesehen. Ein Zeichen dafür, dass die Welt rebelliert und sich gegen ihre Ausbeutung wehrt.

So haben die Gnome über die Jahrhunderte eine Vielzahl an Regeln erlassen, um die Natur des Südens zu schonen und den Bestand einzelner Spezies zu schützen. Vor allem diese Bürokratie ist es aber auch, die viele Vertreter anderer Rassen davon abgehalten hat, sich permanent in Melbinga niederzulassen, denn selbst für das Fischen in einem der vielen Seen oder Flüsse bedarf es rund um die Stadt einer schriftlichen Erlaubnis.

Der größte Akt ihrer Selbstaufopferung geht aber zurück bis auf das Jahr 0 NNT, als viele Gnome gegen alle Widrigkeiten ihr Leben riskierten, um den Rhultak mit ihren fliegenden Schiffen zur Hilfe zu eilen.

Lebenserwartung und physische Erscheinung

Gnome werden bis zu 140 Jahre alt und sind damit die am längst lebende Rasse der bekannten Welt.

Mit einer maximalen Größe von 1,20 Meter sind sie aber auch die kleinste der Rassen und ähneln äußerlich klein geratenen Menschen, obwohl nicht wenige von ihnen auffällig spitze Ohren und Nasen haben.

Das Durchschnittsgewicht der Gnome liegt in etwa bei 30 Kilogramm, wobei es hier insbesondere darauf ankommt, welcher der beiden Gesellschaftsklassen man angehört. Die Gelehrten der Gnome sind körperlich meist deutlich schwächer und schmaler gebaut, während die handwerklich fokussierten Tüftler nicht selten eine beachtliche Physis für ihre Größe erreichen.

Magische Fähigkeiten und Besonderheiten

Gnome sind im Vergleich zu anderen Rassen recht häufig magisch begabt und die meisten von ihnen schließen sich dem Orden des Wassers an.

Im Durchschnitt wird einer von Tausend Gnomen mit der Fähigkeit geboren, die Macht der Elemente anzuzapfen. Eine Wahrscheinlichkeit, die bei den Naru um ein Vielfaches niedriger ist, während es bei den Rhultak noch überhaupt keinen dokumentierten Fall gegeben hat. Nur unter den Menschen findet man ähnlich oft magisch begabte Individuen, was aufgrund der unterschiedlichen Bevölkerungsdichte auch dafür sorgt, dass die Menschen abgesehen vom Orden des Wassers den Großteil der vier Orden der Macht ausmachen.

Eine Fähigkeit, die allen Gnomen offenbar in die Wiege gelegt wird, ist allerdings die Tüftelei. Schon in den jüngsten Jahren zeigt sich die Neugierde und Experimentierfreude der Gnome, sodass auch viele der am beeindruckendsten Erfindungen Amarlias auf ihre Rasse zurückgehen.

Die größte Erfindung bisher dürften auf jeden Fall die fliegenden Schiffe sein, mit denen die Gnome den Rhultak zur Hilfe geeilt sind. Leider haben nur wenige dieser Schiffe das Auftauchen vom Nebel des Todes überstanden, während die Pläne dazu vollständig verloren gegangen sind. Heute gibt es nur noch eine Handvoll dieser dampfbetriebenen Wunderwerke, deren Nutzung auf aller strengste Weise von der Regierung in Mellbinga reglementiert ist, nachdem in der Vergangenheit einige der letzten Schiffe beim Versuch, die Grenzen des Nebels zu überqueren, verloren gegangen sind.

Kleidung und Lebensgewohnheiten

Die Gnome haben in der südlichen Region über die Jahrhunderte ihre eigene zweigeteilte Kultur entwickelt. Auf der einen Seite gibt es die höher gestellten Gelehrten, eine Ansammlung von intellektuellen Gnomen, die sich der Forschung verschrieben haben. Die andere, größere Bevölkerungsgruppe sind die Tüftler, ein Sammelbegriff für so ziemlich jeden Gnom, der nicht den Status eines Gelehrten erreicht hat.

Während die natürlichen Fähigkeiten der Gnome und die daraus resultierenden Erfindungen bei den anderen Rassen Amarlias durchaus ihre Anerkennung finden, so sind sie unter den Gnomen einfach nur etwas Selbstverständliches. Nur die größten aller Erfindungen werden mit besonderer Aufmerksamkeit oder gar öffentlichem Lob bedacht, denn es ist vor allem Weisheit und Wissen, nach dem die Gnome streben.

Gnome sind bekannt für ausführliche und laute Diskussionen, in denen der eigene Status eine große Rolle spielt. Meist sind es nämlich die Gelehrten, die das letzte Wort bekommen, und genau das ist es, was in einem Volk mit einer unglaublich wetteifernden Kultur von großer Bedeutung sein kann.

Die Reibereien zwischen den Gelehrten und Tüftlern ziehen sich auch durch die Familien, denn der Status als Gelehrter ist nicht gleichbedeutend mit großem Reichtum. Er bedeutet den Abschluss einer Vielzahl von Prüfungen, mit deren Bestehen man den Sonderstatus als Gelehrter erreicht und sein Leben somit der Forschung widmen kann. Der moderate Unterhalt der Gelehrten wird aus einer Volkskasse gezahlt, in die alle erwachsenen Tüftler monatlich eine bestimmte Summe einzahlen müssen, und nicht wenige Gelehrte wohnen daher weiterhin im familiären Umfeld.

Der Kleidungsstil der Gnome folgt keinerlei besonderen Merkmalen. Es wird getragen, was einem gefällt, und so gibt es solche, die eine funktionelle Kleidung vorziehen, während andere sich pompös ausstatten, um ihren materiellen Status offen zur Schau zu stellen. Nicht selten versucht der eine oder andere Gnom auch, sich mit seinem äußerlichen Erscheinungsbild besser darzustellen, als es in Realität der Fall ist. Auch hier kommt wieder durch, dass die Gnome untereinander einen extrem großes Konkurrenzdenken haben, wobei es nur in Extremfällen zu ernsthaften Problemen führt, die eine Übertreten der Gesetzte beinhalten.

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