DER NORDEN

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„Wer der Hitze des Nordens trotzen kann, dem können auch die Geschichten über Drachen keine Angst mehr machen“ – Radagast der Entdecker, 124 NNT

Übersicht

Geprägt durch das Element des Feuers ist der Norden ein überwiegend karger Ort. Ein Großteil der Region ist voll von Sand, Gestein und einer Vielzahl an Geysiren, die ihre heiße Luft gen Himmel schießen. Sowohl die Pflanzen- als auch die Tierwelt mussten einen langen Prozess der Anpassung durchlaufen, um hier überleben zu können.

Fauna

Eines der anschaulichsten Beispiele für diese Anpassung sind die Morkas. Morkas sind Allesfresser, die nur noch wenig Ähnlichkeit mit den Kreaturen haben, von denen sie abstammen. Ihre gesamte Physiologie ist auf die einzigartigen Bedingungen der nördlichen Ebenen angepasst. So nutzen sie zum Beispiel ihre dicken Flughäute zwischen den Beinen, um den heißen Dampf der Geysire zum Auftrieb einzufangen und aus der Luft nach Beute zu suchen. Ihr langer Rüssel hilft ihnen dabei, auch die verwinkeltesten Plätze zwischen dem Gestein zu erreichen.

Doch nicht nur die Morkas sind ein besonderes Merkmal des Nordens. Die bekanntesten Kreaturen sind bei weitem die Kamele. Ob als Reit- oder Packtier, Kamele dienen der Bevölkerung als wichtiges Hilfsmittel und sind längst zu einem alltäglichen Anblick geworden.

Flora

Der Norden ist jedoch nicht völlig karg. Überall verteilt wurden Siedlungen in der Nähe von fruchtbaren Oasen errichtet. Die meisten dieser Oasen sind überschaubar in ihrer Größe und können so nur kleinere Dörfer versorgen. Eine einzelne – auch Palastoase genannt – bricht jedoch mit diesem Muster. Den Tiefen der Palastoase entspringt ein ganzer Fluss und versorgt die mit Abstand größte Stadt im Norden – Ankrabad.

Abseits der Oasen gibt es immer wieder vereinzelte Plätze an denen sich besonders widerspenstige Pflanzen angesidelt haben. Der bekannteste Wildwuchs im Norden dürfte das Brandkraut sein, das seinen Namen von dem leicht brennendem Gefühl erhält, das beim Kontakt ausgelöst wird. Mit seiner großen Speicherkapazität von Flüssigkeit und einem geringen Grundbedarf, trotzt es den Verhältnissen im Norden an vielen schattigen Orten. Traditionelle Manadi – Mitglieder der einheimischen Kultur – nutzen Brandkraut sowohl zum Zubereiten von Tee, als auch verschiedener Heil- und Schönheitsprodukte.

Demografie

Die Gesamtbevölkerung des Nordens beträgt bei ~340.000 nicht mehr als ~15% der bekannten Welt. Ein Großteil hiervon lebt in der Stadt Ankrabad, die bis zum heutigen Tage von den Alvordi – einer der Gründerfamilien – regiert wird. Die Alvordi versuchen mit viel Sorgfalt, jegliche Aufmerksamkeit von außen zu vermeiden und ein gutes Verhältnis zum Orden der Macht aufrechtzuerhalten.

Im Gegensatz zu den anderen Regionen gibt es neben Ankrabad keine weiteren Siedlungen, die einer Stadt nahe kämen. Die größten Dörfer umfassen nicht mehr als knapp eintausend Einwohner und viele sind trotz nahe liegender Oasen auf das Angebot Ankrabads angewiesen.

Orden der Macht

Der Orden des Feuers stellt die magische Ordnung im Norden dar. Mit Sitz in einer abgelegenen Festung namens Feuerberg, ungefähr zwei Tage Marsch von Ankrabad entfernt, besitzt der Orden seine eigene kleine Oase. Wie die Orden der anderen Regionen auch, bemüht sich der Orden des Feuers, einen Gesamtüberblick über die eigene Region zu behalten, ohne dabei in die Lokalpolitik einzugreifen.

Das Verhältnis zur königlichen Familie Ankrabads war über die Jahre harmonisch und sorgte für eine reduzierte Präsenz außerhalb des Feuerbergs. Die Abgeschiedenheit, mit der die Ordensmitglieder ihr Werk verrichten, hat mit der Zeit allerdings auch dafür gesorgt, dass sich verschiedene Gerüchte um ihre Praktiken ranken und viele Bewohner aus Mangel an anderen Eindrücken, dem Orden skeptisch gegenüber stehen.

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